Doldiger Milchstern

Der doldige Milchstern stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Er hat eine sehr schöne Blüte, so dass davon ausgegangen werden kann, dass er aufgrund dieser immer häufiger auch in Mitteleuropa zu finden war. Allerdings ist der doldige Milchstern leicht giftig. Deshalb sahen es die Menschen mit Besorgnis, als er sich nicht mehr nur in Gärten entwickelte, sondern sich genauso wild verbreitete. In der Naturheilkunde kommt der doldige Milchstern nur äußerst selten zum Einsatz, dafür wird er im Bereich der Bachblüten und der Homöopathie gerne eingesetzt.

Die Pflanze

Der doldige Milchstern oder Ornithogahum umbellatum gehört zu den Liliengewächsen. Volkstümlich wird er auch gerne als Stern von Bethlehem bezeichnet. Es handelt sich beim Milchstern um eine Zwiebelpflanze. Die Pflanze selbst ist heute nicht mehr nur im Mittelmeerraum zu finden, sondern wächst in vielen Gegenden bereits wild auf Feldern.

Die Höhe der Pflanze beträgt etwa 30 Zentimeter. Sie verfügt über weiß gestreifte Blätter, deren Form als linzealisch bezeichnet wird. Im April beginnt die Blütezeit des doldigen Milchsterns, wobei sich die Blüten in doldigen Trauben bilden, die eine Sternen-Form aufweisen. Von daher erhielt die Pflanze vermutlich auch ihren Namen.

Die Heilwirkungen

Die Heilwirkungen beim doldigen Milchstern sind nicht so vielseitig, wie bei den klassischen Heilpflanzen, was vor allen Dingen an der giftigen Wirkung liegen mag. Sehr gut kann sich die Zwiebel der Pflanze jedoch auf das Haarwachstum auswirken. Es kräftigt die Haare und verhilft ihnen zu einem stärkeren Wachstum.

In der Homöopathie wird der doldige Milchstern übrigens gerne zur Bekämpfung einiger Krebsarten eingesetzt. Genaue Aussagen über die Heilkraft, die sich hierbei entwickelt, gibt es jedoch nicht, da die wissenschaftlichen Studien eine solche bisher nicht nachweisen konnten. Die beste Sammelzeit für den doldigen Milchstern ist übrigens der frühe Herbst.

Die Anwendung

Üblicherweise kommt der doldige Milchstern nicht zum Einsatz, zumindest nicht im Bereich der Phytotherapie. Hier sind einfach die Gefahren zu groß, die durch die giftigen Glykoside entstehen. Diese sind vergleichbar mit denen des Maiglöckchens, insbesondere Kinder erleiden beim Verspeisen der Zwiebeln teils starke Vergiftungserscheinungen. Zwar wird in sehr alten Schriften und Büchern vom Verspeisen der Zwiebeln gesprochen, doch gehen heutige Forscher davon aus, dass es sich um andere Arten des doldigen Milchsterns handelte, die weniger giftig waren, heute aber nicht mehr zu finden sind.

Die äußerliche Anwendung mit dem doldigen Milchstern kann jedoch meist ohne größere Probleme erfolgen. Hierbei wird der Saft der Zwiebeln in Wasser gelöst und damit können die Haare gespült werden, um sie zu kräftigen.

Im Bereich der Homöopathie werden ebenfalls die Zwiebelsäfte eingesetzt, allerdings nur in potenzierter Form. Sie sollen bei Krebs positive Wirkungen erzielen, dürfen jedoch nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt verwendet werden. Bei den Bachblüten ist der doldige Milchstern als Star of Betlehem bekannt. Er wird hier besonders gerne eingesetzt, wenn ein Trauma verarbeitet werden muss.


© Rezepte-Guru
erstellt am: 30.08.2009


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