Vitamin B1

Das Vitamin B1 zählt zu den wasserlöslichen Vitaminen und gehört zu dem großen Vitamin B Begriff. Dieses Vitamin hat einen schwachen aber dafür charakteristischen Duft. Unentbehrlich ist es für die Funktion des Nervensystems. Erhält der Körper das Vitamin B1 14 Tage lang nicht, dann sind die Reserven bis zu 50 Prozent aufgebraucht. Im Volksmund wird es auch als das Stimmungsvitamin bezeichnet.

Wann wurde Vitamin B1 entdeckt?

Bereits im Jahre 1882 entdeckte der Japaner Kanehiro Takaki, dass durch die Ernährung mit Vitamin B die Beriberi-Krankheit in China schon um 2.600 v. Chr. geheilt werden konnte. Christiaan Eijkman stellte den Vitamin B1 Mangel 1897 beim Füttern der Hühner fest. Hierbei wurde der Reis poliert, wobei die Silberhäutchen entfernt wurden. Als die Silberhäutchen wieder zugefüttert wurden, konnte der Mangel des Vitamins behoben werden. Zuerst wurde das Vitamin B1 Anti-Polyneuritis-Vitamin oder Aneurin, auch als antineuritisches Vitamin bezeichnet, genannt, da es für die Nerven von großer Bedeutung war. Erstmalig wurde das Vitamin B1 1926 von Donath und Jansen aus Reiskleie in kristalliner Form isoliert.

Im Jahr 1932 erhielt das Vitamin von Windaus seinen Namen und wird seitdem Thiamin genannt. Die Aufklärung der Struktur von Vitamin B1 stellten 1936 Grewe und R. R. Williams gleichzeitig. Das japanische Forscherteam um Fujiwara entdeckte 1952 das fettlösliche Thiamin-Prodrug Benfotiamin. Mit diesen lassen sich in den Zielorganen hohe Thiaminspiegel erreichen.

Die Funktion von Vitamin B1

Die Funktion des Vitamins besteht darin, dass die aus der Nahrung zugeführten Kohlenhydrate verbrannt und in Energie umgewandelt werden. Damit die einzelnen Organe, Gewebe und Zellen des Körpers ihre Aufgaben erfüllen können, benötigen sie diese umgewandelte Energie, sie müssen ausreichend damit versorgt werden. Richtig funktionieren können das Nervensystem mit dem Gehirn, die Muskeln und das Herz nur mit dem Vitamin B1. Ebenfalls sind die Kondition und das Gedächtnis auf dieses Vitamin angewiesen. Notwendig ist es ebenfalls für das Produzieren der Magensäure.

Wo kommt Vitamin B1 vor?

Das Vitamin B1 kommt in den Nahrungsmitteln, wie Bierhefe, Teff und Sonnenblumenkernen vor. Teff ist eine Art der Hirse und gehört zu der Familie der Süßgräser. Die Sonnenblumenkerne werden von vielen Menschen nebenbei gegessen, sozusagen als Ersatz für Chips und ähnlichem, aber auch an Salate werden sie gerne gegeben. Weiterhin ist das Vitamin B1 in Haferflocken enthalten, welche auch gerne zum Frühstück mit warmer Milch gegessen werden oder die Diabetiker essen, um die Zuckerwerte zu senken. Ebenso ist in Vollkorngetreide das Vitamin enthalten. Hier können Gerichte aus Mais und Reis gekocht werden, damit der Körper Vitamin B1 erhält. Oder mit einer weißen Bohnensuppe kann ein Teil des Bedarfs gedeckt werden. Bei einem leckeren Gericht mit Hühner-, Rind- oder Schweinefleisch und als Beilage noch Kartoffeln oder Reis, ist eine Mahlzeit mit dem Vitamin B1 zubereitet. Rezepte dafür lassen sich im Internet finden, genauso wie für einen Löwenzahnsalat, welcher ebenfalls das Vitamin enthält.

Wie sich ein Vitamin B1 Mangel äußern kann

Die Symptome können ganz unterschiedlich sein, bei einem Vitamin B1 Mangel. Es können eine Blutarmut, eine Muskelatrophie, Konzentrationsschwäche, Sehstörungen oder Müdigkeit auftreten, um nur einige zu nennen. Ebenfalls kann es zu einem Herzversagen, niedrigem Blutdruck oder Kurzatmigkeit kommen. Eine weitere Mangelerscheinung kann eine schwache Wadenmuskulatur sein. Dagegen ist bis heute nichts bekannt, dass ein Vitamin B1 Überschuss schädlich ist.


Rezepte-Guru
erstellt am: 02.06.2009


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