Zuckerrohr

Ähnlich wie der Bambus wird auch das Zuckerrohr botanisch zu den Gräsern gezählt, da es in Halmen wächst. Diese erreichen einen Durchmesser von bis zu sieben Zentimetern. Die Außenschale der einzelnen Halme ist hart und glatt. Sie kann verschiedene Färbungen aufweisen, die von hellbraun über ein helles Gelb bis hin zu einem dunklen Grün oder einem satten Rot reichen. Regelmäßig finden sich auf den Halmen Unterbrechungen, die so genannten Knoten. Im Inneren der Halme wird der Rohrzucker gespeichert. Hier sind die Halme des Zuckerrohrs sehr faserig und saftig. Der Geschmack des Fruchtfleischs bzw. Fruchtmarks, wie es in diesem Fall heißt, ist angenehm süß.

Ursprünglich stammt das Zuckerrohr übrigens aus Indien, Neu-Guinea und China, wobei nicht ganz klar ist, welche Region tatsächlich die einstige Heimat darstellt. Mittlerweile hat sich das Zuckerrohr aber so weit entwickelt, dass es nahezu weltweit angebaut wird. Bekannte Anbauorte sind dabei die kanarischen Inseln, Brasilien und Indien. Die Ernte kann frühestens nach neun bis 24 Monaten erfolgen. Denn erst wenn die Blätter allesamt verwelkt sind, werden die reifen Rohre geerntet. Ausnahmen bei den Blättern bilden lediglich die Wipfel. Das Zuckerrohr wird jedoch durch die vielen verschiedenen Anbaugebiete mittlerweile auch das ganze Jahr über geerntet und unter anderem nach Deutschland importiert.

Zuckerrohr und die Gesundheit

Auch gesundheitlich kann das Zuckerrohr beeindrucken, enthält es doch sehr viel Kalzium und Phosphor. Daneben finden sich Thimain, Eisen und Ascorbin Säure. Der größte Anteil der Inhaltsstoffe entfällt jedoch auf den Rohrzucker.

Ebenfalls wird dem Zuckerrohr eine harntreibende Wirkung nachgesagt. Auch bei Asthma soll es helfen und Wunden können nach Angaben der Naturheilkunde durch Zuckerrohr besser heilen.

Zuckerrohr und die Verwendung

Die Halme des Zuckerrohrs werden in kleine Stücke geschnitten und mit einem Messer ein bis zwei Mal gespalten. Danach wird der Halm so lange gekaut, bis der Zucker sich heraus löst. Allerdings sollten die verbleibenden Fasern des Zuckerrohrs nicht mit gegessen werden.

Die richtige Lagerung des Zuckerrohrs

Nur selten findet sich Zuckerrohr in den großen Supermärkten. Meist ist es dann aber stückweise verpackt. Diese Verpackung, die meist aus einer Plastiktüte besteht, dient dem Schutz des Zuckerrohrs. Wird es auch zu Hause in der Tüte aufbewahrt, kann es über Wochen oder gar Monate hinweg frisch halten. Voraussetzung ist allerdings eine möglichst kühle Lagerung.


© Rezepte-Guru
erstellt am: 15.11.2009


Folgende Beiträge könnte Sie auch interessieren

20.03.2010 - Exotische Früchte
15.11.2009 - Tamarillo
15.11.2009 - Salak
15.11.2009 - Rambutan
15.11.2009 - Pitahaya
9.10.2009 - Heimische Berberitze
9.10.2009 - Schlehe
5.10.2009 - Mispel
5.10.2009 - Hagebutte