Eier (Info)

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Zubereitung:
_Was war zuerst da: Das Ei oder das Huhn?_

Nur für Sprachforscher ist die Frage, was zuerst da war, so gut wie
geklärt. Das Wort Ei geht auf ein indo-europäisches Wort für "Vogel"
zurück. Die ersten Hühnereier wurden von Menschen um etwa 2000 v.
Chr. in Indien verzehrt, da dort zuerst Wildgeflügel gezähmt wurde.
Einige Jahrhunderte später entdeckten die Chinesen das Ei. In Europa
tauchten die ersten Eier als Speiseeier gegen 1500 v. Chr. auf.

_Eier und Ostern_ Zum Symbol für die Auferstehung wurde das Ei im
Christentum. Die Schale symbolisierte das Grab, aus dem das Leben
kommt. Ein wahrer Eiersegen ergoss sich zu Ostern. Grund dafür war,
dass nach den strengen Fastenordnungen während der 40 Tage vor Ostern
auch der Genuss von Eiern nicht erlaubt war. Zudem begannen die Hühner
im Frühjahr wieder Eier zu legen.

_Aus was besteht ein Hühnerei?_ Legehennen legen pro Jahr etwa 280
Eier.

Das Hühnerei besteht zu: 58 % aus Eiklar, 32% aus Dotter, 10% aus
Schale.

Der Dotter besteht zu fast einem Drittel aus Fett oder fettähnlichen
Substanzen wie Lecithin oder Cholesterin. Ein Ei enthält 6 g Fett.

Grössere Eier haben prozentual weniger Dotter und mehr Eiklar (Das
Eiklar wird fälschlicherweise als "Eiweiss" bezeichnet, es besteht nur
10% aus Protein, der Rest ist Wasser). Eigelb wird zum Legieren von
Suppen und Sossen verwendet, das geschlagenen Eiweiss zum Stabilisieren
von Speisen.

_Sind braune oder weisse Eier besser?_ Eier können braun oder weiss
sein. Das Futter ist dafür nicht verantwortlich. Es gilt die
Faustregel: Hühnerrassen mit roten Ohrscheiben legen braunschalige,
solche mit weissen Ohrscheiben, weissschalige Eier. Die Ohrscheibe ist
die kleine Hautpartie hinter und unter dem Auge. Die Farbe der Eischale
hat keinen Einfluss auf die Qualität und den Geschmack des Eis. Die
braunen Eier werden in Nordeuropa bevorzugt. Die Schale der braunen
Eier ist weniger porös und so können sie möglicherweise etwas
länger frisch sein.

_Gesundheit_ Ein Ei gehört von Natur aus zu den biologisch
wertvollsten Lebensmitteln und liefert unserem Körper viele
lebenswichtige Nährstoffe. Das Eiweiss ist hochwertiger als das von
Fleisch oder Fisch. Die essentiellen Aminosäuren werden zu 90% im
Körper verwertet. Eigelb und Eiklar sind in ihrer Zusammensetzung
verschieden.

Das wichtigste Vitamin im Hühnerei ist das Vit. A und das ss-Karotin.
Beide sorgen für die Elastizität des Auges und bewirken ein besseres
Nachtsehen. Das im Hühnerei enthaltene Vit. D deckt 30% des
Tagesbedarfs. Auch der Gehalt an Vit. B1, B2 und B6 sowie Vit.K und
Vit. E ist erwähnenswert. Bei den Mineralstoffen sind Kalium Eisen und
Phosphor hervorzuheben.. An Spurenelementen sind Kupfer, Mangan, Jod
und Fluor enthalten.

_Wie viel Eier darf ich denn essen?_ Aufgrund ihres
Cholesteringehaltes werden Eier oft unberechtigt als " ungesund"
bezeichnet. Cholesterin befindet sich hauptsächlich in Lebensmitteln
tierischer Herkunft in sehr unterschiedlichen Konzentrationen
(Innereien, Eigelb, Krustentiere, Vollmilcherzeugnisse, Fleisch- und
Wurstwaren). Besteht eine Störung im Fettstoffwechsel oder ein
erhöhter Cholesterinsiegel, sollte man bei Eiern nicht sorglos
zugreifen. Ein Ei der Gewichtsklasse M enthält ca. 200-250 mg
Cholesterin. Der Tagesbedarf entspricht etwa 300 mg, wobei zu
berücksichtigen ist, dass nur etwa 50-60% des Nahrungscholesterins
resorbiert werden. Auf das Frühstücksei, ein- bis zweimal pro Woche
braucht nicht unbedingt verzichtet werden, zumal auch anderweitige
Einschränkungen in der Nahrung erwogen werden können.

_Was versteht man unter "Omega-DHA-Ei" und "Cholesterin-neutralem" Ei?_
Diese Begriffe schmücken neuerdings die Werbeflächen der Eierregale
des Lebensmittelhandels. Beide Produkte werde auf unterschiedliche
Weise produziert. Der hohe Anteil an der mehrfach ungesättigten
Fettsäure wird durch die Fütterung der Hühner durch
Meeresalgen-Präparate erreicht. Laut Hersteller entspricht der Gehalt
von zwei dieser Eier dem von 300 g Fisch. Die Omega-3-Fettsäuren
senken den Fettspiegel im Blut, haben jedoch nur eine sehr geringe
cholesterinsenkende Wirkung. Ein erhöhter Eierverzehr ist also auch
bei diesen Eiern nicht empfehlenswert. Die Hersteller des
"cholesterin-neutralen Eies" werben mit einem um 12% verminderten
Cholesteringehalt. Bei 12% weniger Cholesterin im Ei kann man kaum von
cholesterin-neutral sprechen.

_Wie lange kann ich ein Ei aufheben - Neue Kennzeichnung von
Hühnereiern_ Das Mindesthaltbarkeitsdatum spricht von 28 Tagen (ab
dem 22. Tag dürfen Eier nicht mehr an den Verbraucher geliefert
werden). Am besten schmecken Eier, wenn sie zwischen 3 und 10 Tage alt
sind.
Aber von aussen kann man keinem Ei dessen Alter ansehen. Seit Beginn
dieses Jahres gibt es eine neue Kennzeichnung von Eiern.

Die erste Zahl gibt Auskunft über die Haltungsform von Legehennen.
0 - ökologische Erzeugung 1 - Freilandhaltung 2 - Bodenhaltung 3 -
Käfighaltung DE steht für Deutschland, dann kommt eine
Zahlenkombination für Erzeugerbetrieb und Stallnummer.

Das Legedatum ist nicht auf dem Ei abgedruckt. Hier muss man auf den
Kartonaufdruck achten. Am Wochenmarkt gehandelte Eier müssen erst ab
1. Juli 2005 gestempelt werden. Finden sie kein Legedatum hilft nur
eins: Sie nehmen das Datum, von dem an man die Eier kühl aufheben
sollte, rechnen 18 Tage zurück, und schon haben sie das Legedatum. 18
Tage lang wirkt nämlich der bakterizide Selbstschutz der Eier:
Salmonellen können in dieser Zeit bei Zimmertemperatur nicht ins
Ei-Innere eindringen. Deshalb: ältere Eier immer unbedingt kühl
lagern.

_Frischtest fürs Ei_ Sie legen es ins Wasser. Nur ein ganz frisches
Ei bleibt am Boden liegen, ältere richten sich auf oder schwimmen gar
an der Oberfläche. Der Grund: mit der Zeit verdunstet Wasser aus
Eidotter und Eiklar durch die Schale. Die fehlende Masse wird durch
Luft ersetzt; je mehr Luftkammern, desto besser schwimmt das Ei.

_Lagerung_ Durch die poröse Schale können Gerüche und Bakterien ins
Ei eindringen. Am besten im Spezialfach im Kühlschrank aufbewahren,
weit entfernt von riechenden Lebensmitteln. Eier in der Schale halten
sich 3-4 Wochen. Aufgeschlagene ganze Eier sind 2 Tage haltbar. Eigelb
mit Wasser bedeckt ebenfalls zwei Tage und Eiklar bis 14 Tage haltbar.
Gefrorene Eimasse hält sich etwa 4 Monate.

_Wie schütze ich mich vor Salmonellen?_ Je frischer ein Ei ist, desto
weniger Vermehrungschancen haben eventuell vorhandenen Salmonellen.
Erst durch unsachgemässe Lagerung oder Verwendung der Eier oder durch
mangelnde Küchenhygiene können sich Salmonellen soweit vermehren,
dass die Infektionsschwelle überschritten wird.(Salmonellen vermehren
sich bei Temperaturen unter +6



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