Gesund Garen in Tajine und Römertopf (Info)

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   von Elsa Wimmel



Zubereitung:
In den südlichen Mittelmeerländern hat das Garen in der Tajine, einem
Lehmtopf mit kegelförmigem Deckel, schon seit Jahrhunderten Tradition.
Ähnlich wie der Römertopf aus Ton ist die Tajine eigentlich ein "Topf
für alles". Fleisch, Hühnchen, Fisch und Gemüse werden darin gegart.
Die Zutaten werden einfach in den Topf geschichtet, gewürzt und garen
dann ohne weiteres Zutun ganz allein - meist im eigenen Saft, schonend
und fettarm. Der Geschmack ist einzigartig, und die Nährstoffe bleiben
weitgehend erhalten. Ideal auch für ungeuebte Köche und Leute mit
wenig Zeit.

_Tajine: Robustes Kochutensil_

Die Tajine stammt ursprünglich aus Marokko. Hier wird sie traditionell
von Berbern aus Lehm angefertigt und bei 700 Grad Celsius gebrannt. Die
Tajine hält grosse Temperaturschwankungen aus und ist weniger spröde
als ein Tontopf. Erhitzt wird sie meist auf einem Holzkohlenfeuer. Im
Atlasgebirge isst man auch heute noch oft in grosser Familienrunde aus
der Tajine - vielfach einfach nur mit den Fingern.

Mohammed Chouba, Besitzer des Restaurants "Marrakech" in Bad Godesberg,
weiss, wie man eine Tajine vor dem Verwenden einkochen muss, um die
Oberfläche zu versiegeln: Vor dem Benutzen drei Stunden wässern, dann
mit Öl einreiben. Anschliessend ein paar Zwiebelwürfel darin
anbraten, mit Wasser ablöschen und rund 20 Minuten köcheln lassen.

Die unglasierte Tajine sollte man nur mit Essig- oder Zitronenwasser
reinigen. Spülmittel greift den Lehm an.

_Eine halbe Stunde Garzeit_ Ein klassisches Tajine-Rezept aus Marokko
ist Hühnchen mit Oliven und eingelegten Zitronen (genaüs Rezept siehe
unten). Gewürzt wird es mit Safran und Koriander. Beim Schichten kommt
in der Regel das Fleisch in die Mitte. Alle weiteren Zutaten werden
darum herum angerichtet. Der Topf wird mit dem Deckel geschlossen. Dann
befüllt man das "Grübchen" an der Spitze des Deckels, die kühlste
Stelle der Tajine, mit Wasser. Wenn das Wasser im Grübchen kocht,
sagen die Berber, dann ist das Essen fertig. Auf dem Herd beträgt die
Garzeit der Tajine in der Regel eine gute halbe Stunde.

Der Dampf in der geschlossenen Tajine steigt beim Kochen nach oben,
kondensiert und läuft wieder in die Speise zurück. So bleibt viel
Flüssigkeit erhalten, und das Essen brennt nicht an.

_Tipps rund um den Römertopf_ Der Römertopf besteht aus Ton und wird
bei rund 1.300 Grad Celsius gebrannt. Er springt leichter bei
Temperaturschwankunden als die Tajine, deshalb darf man den Römertopf
auch nur im Backofen verwenden und nicht auf der Herdplatte oder auf
offenem Feuer.

Vor dem ersten Gebrauch sollte man den Tonstaub mit einer Bürste
entfernen, den Topf über längere Zeit in Wasser baden und dann gut
trocknen lassen. Vor jedem Benutzen eine Viertelstunde wässern.

_Weitere Informationen_ Unglasierte Tajines können unter folgender
Adresse bestellt werden: * Ali Baba Tajine Marokko-Importe Jochen
Walter Am Weidenbach 30 88299 Ausnang im Allgäu Tel. (0 75 61) 7 03 88
Fax (0 75 61) 7 27 04 Internet: http://www.tajine.de E-Mail:
alibaba@tajine.de Die kleinere Tajine mit einem Durchmesser von 25
Zentimetern kostet bei Ali Baba Tajine 36 Euro. Die grössere mit einem
Durchmesser von 29 Zentimetern kostet 42 Euro. Dazu gibt es ein
Tajine-Kochbuch für 5 Euro. Die Tajinen sind unglasiert. Vorsicht bei
glasierten Modellen aus Marokko - sie können bleihaltig sein.

Tajines kann man auch in marokkanischen oder anderen arabischen
Geschäften in Deutschland kaufen. Auch gut sortierte Haushaltswaren-
oder Hobbykochläden haben sie im Programm.

Römertöpfe können unter folgender Adresse bestellt werden:
* Römertopf Keramik GmbH Weiherstr. 1 56235 Ransbach-Baumbach Tel. (0
26 23) 8 22-81 Fax (0 26 23) 8 22-83 Internet: http://www.römertopf.de
E-Mail: mail@römertopf.de
In allen gut sortierten Haushaltswarengeschäften, Keramikläden und
Kaufhäusern kann man Römertöpfe kaufen.

Rezepte:
Hühnchen mit Oliven und eingelegten Zitronen in der Tajine Lammfleisch
mit Pflaumen und Mandeln in der Tajine Rinderschmorbraten im Römertopf
Gemüse-Ratatouille im Römertopf
http://www.wdr.de/tv/service/kostprobe/inhalt/20031103/b_4.phtml



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