Koriander (Info)

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   Von Monika Kovacsics



Zubereitung:
Der Geschmack der Koriandersamen ist in Deutschland schon seit langem
beliebt. Gemahlen werden sie als Gewürz verschiedenen Brotsorten,
Lebkuchen und herzhaften Fleischpasteten zugesetzt. Das Koriandergrün
hingegen ist bei uns erst seit kurzem als Küchenkraut bekannt. In der
mexikanischen, vietnamesischen und thailändischen Küche wird es
dagegen fast täglich verwendet. "Ein Vietnamese würde niemals eine
Suppe ohne frischen Koriander essen," so Chau Dien Vuong vom Restaurant
"Vietnam" in Köln.

Jetzt bringen die grünen Blätter auch bei uns einen Hauch von Exotik
in Gemüse-, Fisch- und Reisgerichte. Auch Salate lassen sich mit
Koriander bereichern. Dabei dient frischer Koriander nicht nur als
Gewürz, er macht die Speisen auch bekömmlicher. Das ätherische
Korianderöl fördert den Appetit, lindert Verdauungsstörungen und
wirkt beruhigend. In der traditionellen asiatischen Medizin gilt
Koriander ausserdem als temperaturausgleichend. Als Tee zum Beispiel
hilft er gegen Fieber.

Chinesische Petersilie:
Auf den ersten Blick sieht die Korianderpflanze aus wie glatte
Petersilie, so werden die grünen Blätter namens "Cilantro" oft auch
als "Chinesische Petersilie" bezeichnet. Sie haben einen
unvergleichlich würzigen, exotischen Geschmack, der an Anis,
Zitronenschale und Salbei erinnert. Allerdings wird er hierzulande
nicht von jedermann geschätzt. Die in Europa viel stärker
verbreiteten Samenkörner des Korianders haben ein ganz anderes Aroma
als die frischen, grünen Blätter der Pflanze.

Empfindliche Blättchen:
In der indischen Küche werden die zerstossenen Korianderkörner und
die grünen Blätter gleichzeitig im selben Gericht verwendet.
Während die Koriandersamen allein oder als ein Bestandteil von
Currypulver mitkochen, werden die frischen grünen Blätter immer erst
zum Schluss dazugegeben, denn sie vertragen die Hitze nicht. So kommen
die unterschiedlichen Aromen am besten zur Entfaltung.

Alles essbar:

Am besten kauft man den Koriander mit Wurzel (zum Beispiel im
Asia-Shop), dann bleibt er länger frisch. In der asiatischen Küche
werden die Wurzeln mit gegessen. Gut gewaschen und klein geschnitten
schmecken sie zum Beispiel in Currysaucen. Heimischer Koriander wird
ohne Wurzel angeboten. Frisch geschnitten muss auch er so schnell wie
möglich vermarktet werden. Nach dem Abwaschen sollte man die zarten
Blätter gut abtropfen lassen, wenn nötig mit Küchenpapier trocken
tupfen, und ganz oder fein gehackt zu den Speisen geben.

Rezepte:
Grünes Hühner-Curry Currytopf mit Auberginen und Panir Couscous und
Koriandersalat
http://www.wdr.de/tv/service/kostprobe/kp_sarchiv/2000/04/17_5.html



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