Kraftknolle Kartoffel - Alles Andere Als ein Dickmacher

  



Zubereitung:
Die Kartoffel (Solanum tuberosum) ist ein Nachtschattengewächs und
zählt zu den wichtigsten Nahrungspflanzen der Welt. Auch aus unserem
Speiseplan ist sie nicht mehr wegzudenken: Fast 75 Kilo Kartoffeln
verzehrt jeder Deutsche pro Jahr.

Völlig zu unrecht galt die Kartoffel lange als Dickmacher. Schädlich
für die Figur ist nicht die Kartoffel, sondern meist das Drumherum:
sahnige Sossen oder reichlich Fett bei der Zubereitung. Tatsächlich
verdient die Kartoffel den Titel "Wunderknolle". Dank ihrer vielen
Inhaltsstoffe ist sie nicht nur gesund, sondern auch ausgesprochen
vielseitig.

Pflanze mit langer Geschichte:

Vermutlich schon seit über 6000 Jahren in den Anden bekannt, fand die
Kartoffelpflanze erst im 16. Jahrhundert mit dem englischen Freibeuter
Sir Francis Drake ihren Weg nach Europa. In Spanien, Italien und vor
allem in Irland konnte sich die Knolle schnell durchsetzen. Dagegen
taten sich die Deutschen eher schwer: Erst zu Beginn des 18.
Jahrhunderts zwangen Hungersnöte die Bevölkerung, verstärkt
Kartoffeln zu essen.

Rund und gesund:

Kartoffeln sind ein ideales Grundnahrungsmittel. Sie bestehen zu 75
Prozent aus Wasser und enthalten fast kein Fett; dafür aber viele
leicht verdauliche Kohlenhydrate und hochwertiges, pflanzliches
Eiweiss.

Unser Immunsystem erhält über die Kartoffeln viele wichtige
Nährstoffe: Kartoffeln enthalten so viel Kalium, dass sie die
Muskeltätigkeit stimulieren und zugleich den Körper entwässern. Auch
der Darm kann durch die verdauungsfördernden Ballaststoffe der
Kartoffel entschlackt werden. Der Gehalt an Eisen regt die Blutbildung
an. Besonders wichtig sind Kartoffeln, um den Bedarf an Vitamin B6 zu
decken. Vitamin B6 steuert den Eiweissstoffwechsel und ist wichtig für
den Sauerstofftransport im Körper.

Von fest bis mehlig:

Die Kartoffelknolle wird in drei verschiedene Kochtypen eingeteilt:

festkochend: niedriger Stärkegehalt, schnittfest, springen beim
Kochen nicht auf. Sie eignen sich für Salate, Bratkartoffeln und
Gratins vorwiegend festkochend: mittelfest bis mehlig, springen beim
Kochen nur leicht auf und werden gerne für Salz-, Pell- oder
Bratkartoffeln verwendet mehligkochend: mehlig, springen beim Kochen
auf. Aufgrund ihres hohen Stärkegehalts eignen sie sich hervorragend
für die Zubereitung von Pürees, Suppen oder Klössen.

Am besten mit Schale:

Eine alte Bauernweisheit besagt: "Das Beste sitzt unter der Schale."
Weil viele Vitamine und Mineralstoffe dicht unter der Schale sitzen,
sollten Kartoffeln sehr sparsam oder gar nicht geschält werden.
Ideale Zubereitungsarten sind Pellkartoffeln, Folienkartoffeln oder
dünne, gebratene Kartoffelscheiben. Auch unter den "Augen" befinden
sich besonders viele Nährstoffe, wie etwa Eiweiss und Stärke.
Geschälte Kartoffeln sollte man übrigens nicht zu lange im Wasser
liegen lassen, bevor man sie kocht. Das entzieht zusätzlich
Nährstoffe.

Kartoffeln lieben's kühl:

Am besten lagert man unbeschädigte Kartoffeln ohne Druckstellen an
einem kühlen, luftigen und dunklen Ort. Hohe Temperaturen führen zu
einem Abbau der Stärke zu Zucker. Das verleiht den Kartoffeln einen
unangenehmen süssen Geschmack.

Giftiges Solanin:

Durch zu lange Lichteinwirkung entstehen grüne Stellen. Diese müssen
vor der Zubereitung grosszügig entfernt werden, da sie den Giftstoff
Solanin enthalten. Solanin wird durch Hitzeeinwirkung nicht zerstört.



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