Bärlauch (Info)

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   von Elsa Wimmel



Zubereitung:
Bis vor ein paar Jahren war der aromatische Bärlauch nur bei
Wildkräuter-Sammlern bekannt. Heute lässt sich kaum ein Gourmet-Koch
die Gelegenheit entgehen, seine Gäste mit selbstkreierten
Bärlauchgerichten zu verwöhnen. Die lanzettförmigen, grünen
Blätter mit ihrem würzigen, knoblauchähnlichen Geschmack werden vor
allem für Suppen, Saucen und Brotaufstriche verwendet.

_Wo wächst Bärlauch?_ Bärlauch findet man in feuchten Laub- und
Auenwäldern, bevorzugt unter Buchen und auf humusreichem Boden. Er
liebt Wärme, aber nicht die direkte Sonne. Ab Anfang Februar kommen
die ersten kleinen Blätter aus der Erde. Die beste Qualität zum Essen
haben die Bärlauchblätter zwischen Ende Februar und der Bluetezeit im
Mai.
Bärlauch wird übrigens auch wilder Knoblauch, Waldknoblauch,
Hexenzwiebel, Ramsen oder Waldherre genannt.

Bärlauch zählt zu den Liliengewächsen. Er hat ähnliche Blätter wie
Maiglöckchen, deshalb muss man beim Sammeln aufpassen, dass man ihn
nicht mit dieser giftigen Pflanze und auch nicht mit der sehr giftigen
Herbstzeitlosen verwechselt.

Unser Tipp: Zerreiben Sie ein Blatt zwischen den Fingern. Bärlauch
riecht nach Knoblauch, den beiden anderen Pflanzen fehlt dieser
typische Knoblauchgeruch.

_Warum ist Bärlauch so gesund?_ Das alte Wildgemüse stammt aus West-
und Mitteleuropa. Schon die Germanen wussten bereits, wie gesund
Bärlauch ist. Er verfügt über wertvolle ätherische Öle, wirkt
desinfizierend und enthält viel Vitamin C. Bärlauch unterstützt die
Ausscheidung von Schwermetallen, zum Beispiel von Quecksilber. Ähnlich
wie Knoblauch wirkt er Herz-Kreislauf-stärkend, beugt Arteriosklerose
vor und beeinflusst einen erhöhten Blutdruck günstig. Auf Haut- und
Magenschleimhäute wirkt Bärlauch anregend, er fördert die Verdauung
und regt ebenfalls die Gallen- und Nierentätigkeit an.

_Bärlauch in der Küche_ Für Bärlauchrezepte verwendet man am
besten die jungen frischen Blätter. Die Bärlauchzwiebel ist viel
kleiner als die des Knoblauchs und wird nur selten verwendet.

Im Frühjahr werden die Blätter für Käseaufstriche, Cremes, Suppen
und Saucen verwendet. Bärlauch sollte nicht gekocht, sondern roh unter
die heissen Speisen gemischt und dann gleich serviert werden. Sonst
geht ein Grossteil des charakteristischen Geschmacks verloren.
Besondere Liebhaber streuen sich ein paar Bärlauchblätter direkt
über Pizza, Pasta und Salat.

Beim Trocknen verlieren die Blätter ihr Aroma. Doch man kann man sie
in Öl konservieren (siehe Bärlauchpesto oder -öl, Rezepte unten)
oder auch einfrieren. Vor der Verwendung in der Küche sollte der
selbstgepflückte Bärlauch aus dem Wald mit etwas Essigwasser
gewaschen werden, denn es könnten Larven des Fuchsbandwurm an ihm
haften.

_Drehort:_

* Restaurant Kräutergarten Astrid und Herbert Jungblut Töpferstr. 30
53343 Wachtberg-Adendorf Tel. (0 22 25) 75 78 _Rezepte_ Hier einige
einfache Bärlauchrezepte, ausgewählt von Herbert Jungblut, Koch im
Restaurant "Kräutergarten" in Wachtberg-Adendorf: Bärlauchöl
Bärlauchsuppe Ziegenkäse-Bärlauch-Speck-Krusteln mit Bärlauchgelee
Bärlauchrisotto Bärlauchpesto
http://www.wdr.de/tv/service/kostprobe/inhalt/20030324/b_2.phtml



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