Brotaufstriche: Raffiniertes ohne Fleisch (Info)

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Zubereitung:
_Was ist eigentlich ein Brotaufstrich?_ Brotaufstrich ist eigentlich
ein beliebter Sammelbegriff für jeden pastösen, beliebig dicken
Brotbelag. Es ist ausserdem die amtliche Zwangsbezeichnung für all
das, was nicht gesetzlich gezuckerte Marmelade oder Konfitüre ist. Im
Grund genommen, kann man alles, was auf Brot gestrichen" werden kann,
als Brotaufstrich bezeichnen, wie zum Beispiel Kalbsleberwurst oder
Schmelzkäse.

Heute sind besonders vegetarische Brotaufstriche beliebt, die eine
gesunde und leckere Alternative zur Wurst oder Käse sein können.

_Geschichte_ Ein Vorläufer des süssen Brotaufstriche ist sicher der
Honig, ein wirklich leckeres Naturprodukt. Auch der Apfel- und der
Birnendicksaft, oder auch als Apfelkraut bekannt, ist eine sehr alte
Methode, Obst als haltbaren Aufstrich zu verwerten. Dabei werden die
Äpfel solange gekocht, bis der darin enthaltene Zucker quasi
karamellisiert ist. Der Apfeldicksaft kann ausgezeichnet als
Süssungsmittel in Aufstrichen verwendet werden. Die Butter ist, wie
auch der Honig, ein sehr alter, absolut naturbelassener Brotaufstrich.
Die Butter war und ist ein wichtiger natürlicher Brotaufstrich, der
heutzutage leider nur als Belag unter der Wurst oder Käse gestrichen
wird. Ein frisch gebackenes Brot mit Butter drauf steht bei vielen
Menschen noch hoch im Kurs! _Warum Brotaufstriche selbst herstellen?_
Wenn man einen Brotaufstrich selbst herstellt, kann man die
Ausgangsstoffe und die Qualität dieser Produkte auch selbst bestimmen.
Das heisst man kann ihn immer frisch machen, man kann Bioprodukte oder
auch nicht verwenden, den Fettanteil selbst bestimmen, das
Süssungsmittel und die Wahl und Menge der Gewürze.
Eben alle Zutaten, die das Ausgangsprodukt zur persönlichen
Zufriedenheit ausfallen lassen. All dies kann man bei fertig
hergestellten Produkten nicht beeinflussen und so muss man das
verzehren, was der Hersteller im Produkt verarbeitet, was häufig der
Gesundheit nicht zuträglich ist.

_Nützliche Küchenhilfen für Aufstriche_ Gute, scharfe Messer und
ein elektrischer Mixer oder eine Küchenmaschine mit Schneidemesser
nehmen langwieriges Pürieren und Zerkleinern ab. Auch ein Mörser kann
gute Dienste leisten, denn man kann Gewürze darin sehr fein zerreiben,
wobei sie ein besonders intensives Aroma entfalten. Auch kann ein
elektrisches Rührgerät für Aufstriche, die cremig gerührt werden
müssen, nützlich sein.
Es geht aber auch ein Schneebesen.

_Gesundheitlicher Aspekt und Nutzen von Brotaufstrichen_ Wurst und
Fleisch sollten nur 2-3 mal pro Woche gegessen werden.
Grund dafür sind die darin enthaltenen tierischen Fette, die sich sehr
ungünstig auf unseren Fettstoffwechsel auswirken können.
Ausserdem enthalten Wurst und Käse recht viel Fett, so dass die
Gesamtenergiemenge mit einem belegten Brot schnell überschritten wird.
Gemüse oder Obst finden auf dem Brot oft keinen Platz mehr.
In Zeiten, wo die Deutsche Krebsgesellschaft 5 x am Tag Obst und
Gemüse" empfiehlt, entspricht ein Gemüseaufstrich den Anforderungen
eher als ein Wurstbrot. Bei schonendem Dünsten des Gemüses bleiben
die wichtigen Vitamine und Schutzstoffe weitestgehend erhalten.
Sojaprodukte wie Sojabohnen oder Tofu sind eine ideale Basis für
Aufstriche, denn sie enthalten mehr Protein als die entsprechende Menge
Fleisch und zusätzlich wertvolle Schutzstoffe. Dasselbe gilt für
Hülsenfrüchte, die leider viel zu selten auf den Tisch kommen.

_Ausgangsprodukte für Brotaufstrichen_ * Butter ist eine ideale
Grundlage für verschiedene Brotaufstriche.
Aufgrund ihres hohen Fettgehaltes ist sie ein guter Geschmacksträger.
Sie sollte immer ganz frisch sein und Zimmertemperatur haben, damit sie
sich gut verarbeiten lässt. Harte Butter wird schnell streichfähig,
wenn sie eine Schüssel mit heissem Wasser ausspülen und über die
Butter stülpen.
Aromatisierte Butter ist rasch zubereitet und kann auf Vorrat
hergestellt werden. Am besten formen sie die Butter in eine Rolle und
umwickeln sie fest mit Alufolie. So hält sie sich im Kühlschrank etwa
1 Woche. Tiefgefroren ist sie bis zu 3 Monaten haltbar. Ganz lecker als
Buttermischung ist 125 g weiche Butter mit 25 g geriebenen Mandeln und
25 g Pistazien verrührt. Oder Butter mit 50 g gehackten schwarzen
Oliven und 50 g frisch gehackten Kräutern. Bei süssen
Buttermischungen können sie den Zucker durch Honig austauschen (100 g
Honig entsprechen 80 g Zucker) oder mit Ahornsirup, Dattelsirup,
Agavendicksaft. Gut lassen sich mischen 125 g Butter mit 2 EL
Kokosraspeln und 1 EL Honig oder 2 EL fein geraspelte Karotten und 1 EL
Honig.

* Erdnussbutter eignet sich auch als Basis für einen Aufstrich, ist
jedoch sehr dominierend im Geschmack und sollte nur mit Gemüse
gemischt werden.

* Quark, Frischkäse oder Tofu eignen sich aufgrund ihres neutralen
Geschmacks hervorragend für süsse als auch pikante Aufstriche, weil
sie sich mit den anderen Zutaten gut vertragen und ihren Geschmack gut
hervorbringen. Es können selbstverständlich auch fettreduzierte
Sorten verwendet werden (recht gut eignet sich 20 % iger Quark). Wenn
sie Magerquark verarbeiten, dann noch etwas Milch dazugeben.
Quarkaufstriche nach Möglichkeit frisch zubereiten.
Sollten sie den Aufstrich für eine weiteren Tag zugedeckt im
Kühlschrank aufbewahren, noch einmal vor dem weiteren Verbrauch
kräftig durchrühren, damit er wieder schön glatt wird. In 250 g
Quark schmecken lecker 2 hartgekochte Eigelbe und 1 EL Curry; 50 g
zerdrückter Roquefort; 10 g kandierter Ingwer gewürfelt und 2 EL
Honig; 100 g Rosinen, 1 EL Honig und etwas Zimt.

* Gemüse lässt sich ausgezeichnet zu Brotaufstrichen verarbeiten,
egal ob mediterran, mexikanisch, arabisch oder asiatisch angehaucht.
Es empfiehlt sich für die Aufstriche das Gemüse vorher zu dünsten,
Rohes Gemüse gärt leicht oder wird bitter, deshalb sind diese
Aufstriche nur 1-2 Tage haltbar. Ausnahme sind Brotaufstriche mit
Avocado, dessen Konsistenz schon cremig genug ist. Butter,
Erdnussbutter oder etwas Öl sind notwendig, um die entsprechende
Geschmeidigkeit und die Streichfähigkeit in den Aufstrich zu bringen.
Verarbeiten lässt sich eigentlich jedes Gemüse.

* Obst und Trockenobst, das letztere eignet sich viel besser für
Aufstriche, denn es sind keine frischen Produkte, die leicht gären.
Trockenobst muss vor dem zerkleinern eingeweicht werden, am besten in
Fruchtsäfte.

* Hülsenfrüchte eigene sich ganz besonders gut für Brotaufstriche.
Nach Einweichen und Kochen lassen sie sich ausgezeichnet pürieren und
haben meist eine sehr cremige Konsistenz. Sojabohnen enthalten schon
recht viel fett, so dass man auf zusätzliches Öl oder Butter
verzichten kann. Verschiedene Gewürze zaubern die verschiedensten
Geschmacksrichtungen.

Also wie man sieht gibt's den gesunden Brotaufstrich für jeden
Geschmack.

Rezepte:
Aprikosenaufstrich Hirseaufstrich Karotten-Brotaufstrich
http://www.swr.de/kaffee-oder-tee/vvv/alles-frisch/2003/11/27/index.
html



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