Wie Man Ein Krebsessen... Griechische Variante

  6 (-10) Krebse pro Portion
   Weitere Angaben im Text
 
ERFASST AM 26.04.01 VON:  Micha Eppendorf Quelle: Ulrich Klever
   Das Gästeverwöhnbuch Gräfe und Unzer



Zubereitung:
Krebse ins sprudelnd kochende Wasser (ohne Salz) werfen. Nach einer
Minute wieder herausnehmen und in 2-Finger-hohem Wasser, das schwach
gesalzen ist, 5 Minuten lang dämpfen.. Bei dieser Methode kommt das
Krebsaroma besonders zum Vorschein, das Fleisch ist fest und knappig
geblieben. Man serviert mit Meersalz und etwas Thymian, so dass man
nach eigenem Gusto würzen kann.

Auf den Tisch stehen frische, kalte Butter, geschnittenens Weissbrot
mit viel Kruste (Meterbrot), ein herber, trockener Weisswein (es kann
ein Sancerre, ein Montrachet, ein Chablis oder auch ein Mosel oder
Saarwein sein) und grosse Teller. Krebsmesser mit dem Loch unter der
Klinge, um die Scherenspitzen abzubrechen, sind zwar nützlich, aber
nicht nötig.

Servietten dürfen hinter dem Hals verknotet werden, wenn die dampfende
Schüssel mit den leuchtend roten, duftenden Tieren kommt.
Für Perfektionisten: es gibt rote Krebsservietten und Lätzchen, die
man sich umhängt. Sie können auch aus Papier sein.

Die Fingerschalen stehen bereit, mit einer darin schwimmenden
Zitronenscheibe, denn Krebse werden mit den Händen gegessen. Man dreht
als erstes den Schwanz ab, knackt dessen Panzerringe und schält sich
den Schwanz heraus, der das fleischigste Stück ist.
Kurz in Butter stippen oder in eine kalte griechische Krebsauce.

Dann knackt man die Scheren, dazu darf man auch die Zähne zu Hilfe
nehmen, saugt die Beine aus, knickt den Kopf ein, hebt ihn mit dem
daranhängenden Inneren aus dem Brustpanzer, schabt mit einem
Löffelchen den Panzer leer (das Rote vom Krebsfleisch ist die
sogenannte Krebsbutter und schmeckt besonders gut). Und dann kann man
sich den nächsten Krebs greifen, bereits nach fünf Stück ist man
Fachmann geworden. Man muss sich hierbei ganz auf den Genuss
einstellen. Man muss sich hierbei ganz auf den Genuss einstellen,
deshalb sind Krebse ein so wunderschönes Essen für zwei Verliebte:
beim animalischne Fressen kommt man sich ungemein näher. Dann kann man
der Dame die wunden Lippen küssen, denn die rauhe Schale der Krebse
bringt uns kleine, harmlose Schnitte bei.

Es gibt keine Regeln: nur wie der Baron Semper Saltomortale der
CHansonette Izzi Pizzi in Gustav Meyrinks Geschichte das Krebsessen
beibringt, ist gesellschftlich und Esstechnisch miserabel. Er wickelt
jeden Krebs in eine Serviette und zertrümmert ihn dann mit der Faust.



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