Mexikanische Küche

Geschichte

Die heutige mexikanische Küche ist eine Mischung aus den Gepflogenheiten der Ureinwohner, der Maya, die sich hauptsächlich von Mais in allen möglichen Formen ernährten. Auch heute noch sind Maisfladen ein wichtiger Bestandteil der mexikanischen Küche. Nachdem Spanien das Zepter übernommen hatte, kamen viele neue Gerichte hinzu. So wurden zum Beispiel Rindfleisch und Reis erst durch die Spanier in Mexiko eingeführt. Die Mexikaner, die schon immer gern mit Gewürzen und Kräutern experimentiert haben, waren zudem offen für die neuen indischen Gewürze, die von den Eroberern mit ins Land gebracht wurden. Heute sind meist traditionelle Gerichte wie das Chili con Carne, gefüllte Enchiladas und natürlich Tacos am gefragtesten.


Nationalgericht

Das Nationalgericht schlechthin in Mexiko ist natürlich das Chili con Carne. Dies ist ein Eintopf aus Rinderhackfleisch und roten Bohnen. Der Eintopf ist je nach Zubereitungsart pikant bis feurig scharf. Vor allem nach dem Aufwärmen ist er durch die enthaltenen Chilis an Schärfe kaum zu übertreffen. Als Beilage zu dem Chili con Carne wird in der Regel Weißbrot gereicht. Da der Eintopf eine sehr dicke Konsistenz hat, findet er aber auch vielerlei andere Verwendungsmöglichkeiten. So wird er zum Beispiel als Füllung für Tacos oder Enchiladas (gerollte Maisfladen) sehr gern genommen. Kreative Köche betreiben mit dem Chili leckere Resteverwertung, indem sie statt Rinderhack auch einmal auf übriggebliebenes Hähnchenfleisch oder andere Fleischsorten zurückgreifen.

Gewürze

Die Mexikaner waren schon immer sehr experimentierfreudig, was die Verwendung von Kräutern und Gewürzen in der Küche angeht. Allen voran stehen natürlich die Chilis, denn die Mexikaner bevorzugen bei vielen ihrer Speisen eine gewisse Schärfe, die mit frischen oder auch getrockneten Chilis aufs Beste erreicht werden kann. Da es Chilis in verschiedenen Schärfen gibt, müssen sie für das jeweilige Gericht individuell ausgewählt werden.Mexikanische Gewürze
Ein häufig verwendetes Kraut in der mexikanischen Küche ist das Teekraut Epazote, was in Deutschland nicht oder nur sehr schwer zu bekommen ist. Das Kraut hat ein zitronenartiges Aroma, weshalb es gut durch die heimische Zitronenmelisse ersetzt werden kann. Koriander ist ebenfalls fester Bestandteil, jedoch nicht Jedermanns Sache, weil er ein sehr hervorstechendes und eigentümliches Aroma besitzt. Deshalb sollte dieses Kraut nur sehr sparsam dosiert werden, um nicht die ganze Mahlzeit zu verderben. Neben vielen pikanten Gewürzen haben die Mexikaner eine Vorliebe für Vanille. Diese wird nicht nur für Süßspeisen eingesetzt, sondern gibt Gerichten mit Fisch oder Geflügel ein ganz besonderes Aroma.

Zubereitung

Da das Chili con Carne zu den berühmtesten Speisen Mexikos gehört und zudem so viele Verwendungsmöglichkeiten hat, soll das Rezept hier auch vorgestellt werden. In dem Rezept werden die Mengen für zwei Portionen angegeben. Jedoch empfiehlt sich die Zubereitung einer großen Portion, denn das Chili kann sehr gut in der Kühltruhe gelagert und dann je nach Bedarf als Eintopf oder Füllung verzehrt werden.

Chili con Carne

Etwas Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen und 350 g Hackfleisch vom Rind dazugeben. Nach dem Anbraten mit Salz würzen, dann einen Esslöffel Tomatenmark mit andünsten, das verleiht dem Chili später seine schöne rote Farbe.Chili con Carne
Eine Zwiebel und zwei Knoblauchzehen schälen. Dann beides klein hacken und zu dem Hackfleisch in den Topf geben. Je nachdem, wie scharf das Chili werden soll, ein bis zwei Chilischoten waschen und im Ganzen dazugeben, damit sie später herausgefischt werden können. Die Tomaten würfeln, die Paprika waschen, vom Kerngehäuse befreien und ebenfalls würfeln. Zusammen mit den Bohnen in den Topf geben und etwas Wasser dazugießen. Nach 15 Minuten weiterer Kochzeit ist das Chili eigentlich fertig, jedoch schmeckt es besser, wenn man es für längere Zeit langsam vor sich hinköcheln lässt. Nach Garende das Chili noch einmal mit Salz, Pfeffer und Koriander abschmecken. Wer den Koriander nicht mag, kann diesen natürlich auch ganz weglassen.

Getränke

Die Getränkeliste in Mexiko ist lang. Als kalte Getränke werden sehr oft Eistees in verschiedenen Geschmacksrichtungen sowie Jugos feilgeboten. Jugos sind ähnlich den Smoothies, die aus frischen Früchten püriert werden. Außerdem beliebt sind verschieden aromatisierte Kaffeesorten. Manche Getränke in Mexiko sind hingegen gewöhnungsbedürftig, denn es werden auch Erfrischungsgetränke aus Mais hergestellt. Zum Essen wird gern Wasser oder Bier getrunken, danach Tequila. Außerdem ist Mexiko das Land der Cocktails, die in großer Vielzahl und schillernden Farben angeboten werden. Diese sollten jedoch in Maßen genossen werden, weil durch die süßen Säfte der Alkoholgehalt darin nicht so stark erscheint, wie er tatsächlich ist.


Rezepte-Guru.de

Autor: Jörg Gericke-Krumme


erstellt am: 12.05.2009


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