Pralinen

Die Pralinen sind heute bekannter denn je zuvor, doch kaum jemand kennt die Geschichte dieser einzigartigen Süßigkeit. Beginnend im 17. Jahrhundert entstand die Praline eher durch Zufall. So sollte der „Immerwährende Reichstag“ die Geschicke der deutschen Einzelstaaten lenken, derer es damals 350 gab. Die Aufgabe war nicht ganz einfach, um für Zerstreuung der Herren zu sorgen, wurde ein deutscher Koch zu dem Sonnenkönig Ludwig XIV geschickt. Er bereitete aus Mandeln und Nüssen, die gezuckert waren, kleine Gaumenfreuden zu. Gerade war die Schokolade in Mode gekommen und diese wurde als Hülle über die Nüsse und Mandeln gegeben. Diese Gaumenfreude benannte der deutsche Koch nach seinem Herren, dem Herzog Choiseu du Plessis-Praslin. Die Praline war geboren. Auch heute noch erfreuen sich Pralinen größter Beliebtheit und gelten als Meisterkunst der Chocolaterie.

Eine Praline, auch bekannt als Praliné, darf sich allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen mit diesem Beinamen schmücken. So müssen mindestens 25 Prozent Schokolade in den Pralinen verarbeitet sein und sie müssen mundgerecht sein. Größere Zubereitungen aus den gleichen Zutaten, die aber nicht in mundgerechten Stücken vorliegen, werden hingegen als Konfekt bezeichnet.

Heute werden die Pralinen in unzähligen Variationen hergestellt, so dass es zahllose Geschmacksrichtungen, Verzierungen und ähnliches gibt. Besonders aufwändig ist die Herstellung der Pralinen, weshalb sie als höchste Kunst der Chocolaterie angesehen werden. Die Pralinen, die mit ihrem zarten Schmelz besonders angenehm auf der Zunge zergehen, bieten dabei ein wenig Ruhe in der hektischen Zeit unseres Lebens und sorgen für Entspannung. Durch das langsame Zerschmelzen der Pralinen auf der Zunge können diese bestens genossen werden.

Rezept Pralinen

Zutaten:

400 Gramm Marzipan-Rohmasse
250 Gramm Nougat
75 Gramm gemahlene Pistazien
250 Gramm Kuchenglasur

Zubereitung:

Das Marzipan wird zunächst mit den Pistazien zu einem Teig verknetet. Danach wird eine Rolle aus diesem geformt, von der etwa ein Zentimeter dicke Scheiben abgeschnitten werden. Diese werden nun in der Mitte mit einer Kuhle versehen. Das Nougat wird in gleich große Stücke geteilt und daraus eine kleine Kugel geformt. Die Nougatkugel wird in die Kuhle der Marzipanscheiben gegeben. Mit einer weiteren dieser Marzipanscheiben wird die erste verschlossen, so dass sich die Nougatkugel inmitten der Marzipan-Pistazien-Masse befindet. Daraus formt man nun Kugeln und stellt diese für etwa vier Stunden in den Kühlschrank. Dann wird die Kuchenglasur im Wasserbad zum Schmelzen gebracht. Die einzelnen Pralinenkugeln werden in die Glasur eingetaucht, so dass sie rund herum mit Schokolade überzogen sind. Fertig sind die ersten selbst gemachten Pralinen.

Für all diejenigen, die keine schoko-verschmierten Hände wünschen, empfiehlt es sich, die Marzipan-Pistazien-Kugeln auf Holzspieße zu spießen und dann erst in die Schokolade zu tauchen. Das Rezept reicht für etwa 20 Pralinen und ist natürlich nur eines von Hunderten verschiedenster Pralinen-Rezepte.

Abwandlungen sind durch andere Zutaten, wie etwa Alkohol, Liköre, weiße Schokolade, Kokosraspeln und vieles mehr jederzeit möglich. Eine große Auswahl der unterschiedlichsten Rezepte für die feinsten Pralinen findet sich im Internet. Hier sind die verschiedensten Kreationen vorgestellt, wobei unser Rezept aufgrund der einfachen Zubereitung auch für Anfänger zu empfehlen ist. Wer jedoch die Pralinen einmal selbst gemacht hat, der wird dieses besondere Konfekt immer wieder in anderen Variationen ausprobieren wollen.


Rezepte-Guru
erstellt am: 23.05.2009


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