Chinesische Küche

Der Begriff Chinesische Küche stellt im Grunde einen Oberbegriff aus den Küchen der verschiedenen Regionen Chinas dar. Dabei wird in insgesamt acht große Regionen unterteilt. Dazu gehören Kanton, Shandong, Sichuan, Hunan, Anhui, Fujian, Jiangsu und Zhejiang. Außerdem wird vielerorts auch noch in verschiedene Bereiche unterteilt, zum Beispiel die Küche mit Meeresfrüchten, die Gesundheitsküche oder die vegetarische Küche, in der viel mit Tofu und anderen Sojaprodukten gearbeitet wird. Soja stellt für die Chinesen eine gute Alternative zu Milch her. Diese wird in China kaum bis gar nicht verwendet, weil viele Einheimische unter einer Laktoseintoleranz leiden. Ungewöhnlich und für viele Touristen unverständlich ist die Verwendung von Schlangen oder gar Insekten in der Küche. Diese gelten sogar als Delikatesse, sind aber ganz bestimmt nicht Jedermanns Sache.


Nationalgericht

Ein besonderes Nationalgericht gibt es in der chinesischen Küche eigentlich nicht, obwohl oft scherzhaft gesagt wird, dass Hund zu den Leibspeisen der Chinesen gehört. Dem ist jedoch nicht so. In China wird sehr abwechslungsreich gekocht, wobei vieles auch aus anderen asiatischen Küchen übernommen wurde. Als Fleisch werden Huhn, Schwein und Rind am häufigsten zur Zubereitung verwendet, aber auch Lamm oder Schaf sind nicht selten. Zu den meisten Gerichten wird Reis gereicht, aber genauso Getreide und chinesische Nudeln sind durchaus üblich. Je nach Region wird eher mild oder scharf gekocht. So finden sich auf chinesischen Speisekarten viele süßsaure, aber auch feurig scharfe Gerichte.


Gewürze

Gewürze werden in der chinesischen Küche unterschiedlich eingesetzt. In den südlichen Regionen des Landes werden die Speisen wesentlich schärfer gewürzt als im Norden. Verwendet werden im Grunde aber dieselben Gewürze, nur die Dosierung ist anders. Nicht fehlen dürfen natürlich Sojasauce und Sambal Oelek, eine höllisch scharfe Paste aus Chilis, die nur in sehr geringen Mengen verwendet wird. Oft genügt bereits eine Messerspitze, um einem Gericht das gewisse Etwas zu geben. Zum Ablöschen wird sehr gern Reiswein genommen. Die eben genannten Zutaten kommen in sehr vielen chinesischen Gerichten vor. Des Weiteren werden auch Knoblauch und Zwiebeln immer gern genommen. Für die verschiedenen Pfannengerichte, die im Wok zubereitet werden, kommen natürlich auch Ingwer ? hier wird stets die frische Wurzel entsprechend verarbeitet ? und Curry, entweder als fertige Mischung oder nach Belieben selbst zusammengestellt, in Frage. Curry ist ja kein eigenständiges Gewürz, sondern wird aus anderen Gewürzen zusammengestellt. So existieren natürlich auch verschiedene Varianten der Gewürzmischung. Erfahrene Köche experimentieren hier gern selbst und stellen sich ihre eigenen Currykreationen zusammen.






Zubereitung

Die chinesische Küche ist sehr fettarm, weil die meisten Gerichte im Wok zubereitet werden. Hier kommen die Köche mit sehr wenig Öl aus, was der schlanken Linie natürlich zugute kommt. Zudem sind die Zutaten der meisten Gerichte sehr fettarm und gesund, bestehen die Speisen doch aus magerem Fleisch, viel Gemüse und Reis als Beilage. Die chinesische Küche ist auch für Kochanfänger sehr gut geeignet, denn durch die Zubereitung im Wok, die überdies noch sehr schnell geht, verliert der Koch nicht den Überblick über die sonst zahlreich vorhandenen Töpfe. Das nachfolgende Gericht ist sehr einfach und schnell nachzukochen und trifft sicher den Geschmack der großen Mehrheit der Liebhaber der chinesischen Küche.

Chinesische Hähnchenpfanne mit Reis

400 g Hähnchenfilet waschen und in Streifen schneiden. Danach zwei Knoblauchzehen schälen und durch die Presse drücken. Ein daumengroßes Stück frische Ingwerwurzel ebenfalls schälen und auf der Gemüsereibe fein reiben. vier Esslöffel Sojasauce mit dem Ingwer und dem Knoblauch in einer Schüssel mischen, die Hähnchenstreifen dazugeben und darin marinieren. Inzwischen 160 g Naturreis nach Packungsanleitung kochen. Man kann natürlich auch Basmatireis oder anderen duftenden Thai-Reis verwenden. Dieser ist zwar etwas teurer, macht das Gericht aber zu einem wahren Genuss. vier Möhren schälen und in feine Streifen schneiden. acht Frühlingszwiebeln waschen und putzen, danach in feine Ringe schneiden. Acht Trockenpflaumen wie die Möhren in feine Streifen schneiden. 320 g Sojabohnenkeime aus dem Glas in einem Sieb gut abtropfen lassen. Etwas Öl im Wok erhitzen. Wer keinen Wok besitzt, kann natürlich auch eine hohe, große Pfanne benutzen. Die marinierten Hähnchenstreifen aus der Schüssel nehmen und in den Wok geben. Die Marinade aufheben, diese wird noch benötigt. Das Fleisch wird von allen Seiten gut angebraten, dann kommen alle anderen, vorbereiteten Zutaten sowie die Marinade hinzu. Da das Gemüse sehr fein geschnitten wurde, genügt eine weitere Garzeit von zwei Minuten. Wer möchte, kann den Reis direkt mit in die Pfanne geben oder später extra dazu reichen. Zum Schluss wird das Ganze noch vorsichtig mit ein wenig Sambal Oelek gewürzt. Das Rezept reicht für vier Personen.


Getränke

Nicht nur das Essen ist an der chinesischen Tafel mehr als reichhaltig, sondern auch Getränke werden in großen Mengen verzehrt. Der Trinkspruch ?chin?, der wörtlich übersetzt ?trockne das Glas? bedeutet, spricht allein schon Bände. Getränke werden nicht nur zum Essen gereicht, weil es eben dazugehört, sondern es werden oft verschiedene Trinkspiele eingebunden, bei denen Schnaps und Bier in Mengen fließen. Bier gehört in China zu den üblichen Getränken zu jedem Essen. Dieses wird nicht wie in Deutschland aus Hopfen und Malz hergestellt, sondern aus Getreidearten, wie Hirse oder Gerste oder sogar aus Reis. Weiterhin beliebte Getränke sind Reiswein, Reisschnaps und der fruchtig-süße Pflaumenwein. Als alkoholfreie Getränke werden grüner Tee oder Wasser gereicht.


Rezepte-Guru
erstellt am: 22.05.2009


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