Russische Küche

Geschichte

Die Küche in Russland ist als traditionelle russische Küche bekannt und kann auf eine sehr lange Etikette zurückblicken. Da Russland schon immer ein Staat war, in dem viele Völker lebten, profitierte sicherlich auch die russische Küche aus dieser Tatsache und so entstanden sehr viele schmackhafte Gerichte. Nachweislich gibt es erste Angaben über die russische Küche schon aus dem 10. Jahrhundert. Wobei im 15. Jahrhundert die russische Küche in ihrer Vollendung entstanden ist. Es wird auch heute noch angenommen, dass die Bevölkerung von den Skythen und den alten Griechen gleichermaßen ihr hohes Küchenwissen hat. Durch die Völkergruppen haben die Russen gelernt, ihr Korn zu Mehl zu verarbeiten und einen Teig herzustellen. Gewürze, Weine und die Kohlrouladen sind von den Slawen in die russische Küche übernommen worden.


Nationalgericht

Mit dem Nationalgericht in der russischen Küche ist das so eine Sache, denn es lässt sich eigentlich nicht nur ein Gericht als das typische Nationalgericht bezeichnen. Außerhalb der russischen Grenzen sind aber einige Gerichte, die durchaus einen Nationalgerichtcharakter haben, wenig bekannt. In den russischen Küchen gibt es ein sehr beliebtes Gericht, welches sich Pelmeni nennt. Die gefüllten Teigtaschen fehlen niemals auf einer russischen Tafel. Ebenso kann man bei den Warenkis von einem Nationalgericht innerhalb der russischen Küche sprechen. Es handelt sich bei diesen beiden Speisen um aus Nudelteig gefertigte Teigtaschen, die je nach Rezept mit einer pikanten oder süßen Füllung versehen werden.


Gewürze

In der russischen Küche werden sehr viele Kräuter und Gewürze verwendet. Dies geschieht schon sehr lange, um genau zu sein ab dem 11. Jahrhundert. Dies kann nachgewiesen werden, denn schon zu dieser frühen Zeit brachten sowohl die russischen Kaufleute, wie auch die ausländischen Kaufleute die Gewürze von ihren Reisen mit in das Zarenreich. Gewürze konnten damals aber nicht von allen Bevölkerungsschichten genossen werden. So waren den Armen nur die typischen Gewürze vorbehalten. Hierzu zählten auch schon damals die Gewürze wie Petersilie, Meerrettich und Sellerie. Die ausgefallenen Gewürze, welche von den Kaufleuten ins Land gebracht wurden, waren zum einen sehr teuer und die arme Landbevölkerung konnte somit nicht in den Genuss kommen. Diese Gewürze wie Nelken, Zimt, Kardamon, Safran waren der Oberschicht vorbehalten. Später brachten russische Kaufleute auch die in der russischen Küche beliebten Gewürze wie Lorbeer, schwarzer Pfeffer und sogar Oliven, Olivenöl und Zitronen mit ins Land. Zur damaligen Zeit wurde das Olivenöl allerdings in der russischen Küche als Holzöl bezeichnet. Ein ganz wichtiges und aus der russischen Küche nicht wegzudenkendes Gewürz ist allerdings der Knoblauch, der in Russland auch als Heilpflanze verehrt wird.





Zubereitung

Es gibt eine Unzahl an typisch russischen Gerichten und jeder kennt eigentlich den berühmten und wohlschmeckenden Borschtsch. Hierzu muss angemerkt werden, dass der Borschtsch ein Nationalgericht der Ukrainer ist, aber in Russland wohl ebenso beliebt ist. Die russische Küche bietet, gerade was die Suppen-Variationen anbelangt, eine sehr große Auswahl an Rezepten. Hier kann die russische Kohlsuppe als ein außerordentlich typisches russisches Gericht bezeichnet werden. Besonders der Schtschi, die russische Kohlsuppe schlechthin. Jede Hausfrau hat ihr eigenes Schtschi-Rezept und hütet es eigentlich wie ihren Augapfel. Dieses besondere Gericht, was in den unterschiedlichsten Variationen zubereitet werden kann, wird von Generation zu Generation innerhalb der Familie weitergegeben.

Zutaten:

2 Liter Wasser
200 Gramm Suppenfleisch
750 Gramm Weißkohl
3 Zwiebeln
1 große Karotte
1 große Tomate
2 Kartoffeln
1 Teelöffel Kümmel
1 Teelöffel Pfefferkörner
2 große Lorbeerblätter
10 Knoblauchzehen
2 Esslöffel Dill und Petersilie
200 Gramm Schmant oder Sauerrahm
Salz und Pfeffer nach Belieben

Für die Zubereitung des Schtschi bedarf es einer besonderen Vorgehensweise, denn die Fleischbrühe muss einen Tag vor der eigentlichen Fertigstellung zubereitet werden. Das Suppenfleisch mit wenig Wasser aufsetzen und ganz kurz aufkochen lassen. Es wird so lange aufgekocht, bis sich der Schaum bildet. Danach wird das Fleisch heraus genommen und das Wasser weggeschüttet. Jetzt wird das Wasser sofort mit kochendem Wasser übergossen und erneut zum Kochen gebracht. Nun gibt man die ganze Zwiebel und zwei von den zehn Knoblauchzehen in den Sud, ebenso wie die Lorbeerblätter. Dieser Ansatz wird dann bei mäßiger Hitze zwei Stunden gekocht. Ist dies beendet, die Beigaben entfernt und anschließend wird das Fleisch in mundgerechte Stücke geschnitten.

Erst jetzt kommt die eigentliche Zubereitung des Schtschi. Begonnen wird mit der Entfernung der äußeren Blätter des Kohls. Danach wird der gesamte Kohl geraspelt. Bei der Karotte wird ebenso verfahren. Nun kommen die beiden restlichen Zwiebeln und der Knoblauch ins Spiel. Diese werden sehr fein gehackt. Bei den Kartoffeln erfolgt eine Säuberung und diese werden anschließend in feine Scheiben geschnitten. Die Fleischbrühe, die ja am Vortag zubereitet wurde, wird jetzt zum Kochen gebracht und in die kochende Brühe werden nun die vorbereiteten Ingredienzien gegeben. Alles zusammen muss mindestens 15 Minuten bei mäßiger Hitze vor sich hin köcheln. Die Tomate wird nach der Säuberung geviertelt und zusammen mit den Pfefferkörnern und dem Kümmel in die Schtschi gegeben. Alles zusammen bei mäßiger Hitze weitere 15 Minuten kochen. Nach Beendigung des Kochvorganges wird das Fleisch vorsichtig in die Suppe gegeben. Danach ist es gut, wenn die Suppe noch eine Weile auskühlt. Vor dem Servieren wird alles langsam erhitzt und danach wird die Schtschi mit den Kräutern versehen. Pro Person muss die Schtschi mit zwei Esslöffeln Sauerrahm versehen werden, erst dann ist das traditionelle russische Rezept vollendet.


Getränke

In der russischen Küche sind heute, wie auch schon in der Vorzeit die Getränke ein sehr wichtiger Bestandteil. In der damaligen Zeit wurde zu den Speisen, die die russische Küche hergab, sehr oft der häufig erwähnte Kwas getrunken. Heutzutage wird er aber auch noch gerne als Erfrischungsgetränk gereicht, den man mit Alkohol und ohne Alkohol gleichermaßen genießen kann. Kwas ist ein kohlensäurehaltiges Getränk und wird aus Wasser, Roggen und Malz hergestellt. In Russland wird er auch als Brotgetränk zu den Vorspeisen gereicht, denn er ist appetitanregend. Medowucha hingegen ist ein starkes alkoholisches Getränk mit einem Honiggeschmack. Dieses Getränk wird ebenfalls heute noch angeboten, wobei aber doch erwähnt werden sollte, dass der Wodka die eigentliche Vorherrschaft unter den Getränken genießt. Dies war und ist auch heute noch der Fall.


Rezepte-Guru
erstellt am: 18.05.2009


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