Kräuter der Provence (Info)

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   von Marion Schmidt



Zubereitung:
Neben Olivenöl und Knoblauch sind die Kräuter der Provence in der
südfranzösischen Küche allgegenwärtig. Für Touristen ist die
Standardmischung "Herbes de Provence" ein beliebtes Souvenir. Doch die
Franzosen verwenden Thymian, Rosmarin, Majoran und Lorbeer immer
individuell je nach Rezept. In Lourmarin, einem der schönsten Dörfer
der Provence, besuchte ServiceZeit KostProbe einen Biokräuterhof und
liess sich zudem von Sternekoch Eric Sapet zeigen, wie er die
köstlichen Aromen in seiner Küche nutzt.

_Würzen nach Belieben_ Die starken Aromen von Thymian, Majoran,
Bohnenkraut, Oregano, Rosmarin, wildem Fenchel und all den anderen
Kräutern des Mittelmeerraumes tragen massgeblich zur geschmacklichen
Vielfalt der mediterranen Küche bei. Welche Kräuter jeweils benutzt
werden, richtet sich immer nach dem Gericht, das zubereitet werden
soll, und nach den persönlichen Vorlieben. Traditionell würzen die
Menschen in der Provence Fleischgerichte mit viel Thymian, Rosmarin und
Lorbeer, weil diese Kräuter verdauungsfördernd sind. Eine bestimmte
Mischung ist aber nicht festgeschrieben. Die Bezeichnung "Kräuter der
Provence" soll vor allem dabei helfen, die provenzalischen Kräuter
weltweit zu vermarkten.

_Biokräuterhof_ In einem kleinen Tal im südfranzösischen Luberon
liegt der Biokräuterhof "La Ferme de Gerbaud". Im Grunde
bewirtschaftet das Ehepaar Chauvin hier 25 Hektar Dürre und Wildnis.
Die steinige Erde bietet nämlich ideale Bedingungen für all die
Kräuter, die seit jeher in der Provence heimisch sind. Je heisser und
trockener die Umgebung, umso intensiver entwickeln die Pflanzen ihren
Duft und ihr Aroma. Als Schutz gegen die brennende Sonne produzieren
sie ätherische Öle, die am Ende den intensiven Geruch und Geschmack
ausmachen.

Die Chauvins sind absolute Experten, wenn es um die Kräuter geht.
Für interessierte Besucher bieten sie auch Seminare und Führungen
durch ihren Biobetrieb an. Dabei kann man auch viel über die
Geschichte der aromatischen Kräuter erfahren, zum Beispiel darüber,
wie sie in der altertümlichen Medizin eingesetzt wurden.
In der provenzalischen Küche seien sie früher nämlich nicht
verwendet worden, weil sie gut schmecken und duften oder schön
aussehen, sondern hauptsächlich, um etwas für die Gesundheit zu tun.

Kontaktadresse:
* La Ferme de Gerbaud 84160 Lourmarin Frankreich Tel. 00 33 (4 90) 68
11 83 Fax 00 33 (4 90) 68 37 12 Internet:
http://www.lourmarin.com/gerbaud/ E-Mail: cgerbaud@aol.com
_Das Kloster von Salagon_ Für passionierte Kräuterliebhaber ist das
Kloster von Salagon eine interessante Adresse. In den ethno-botanischen
Gärten kann man sich ebenfalls über Geschichte und Anwendung der
einzelnen provenzalischen Pflanzen informieren. Das ehemalige
Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert ist seit Anfang der 80er
Jahre ein Museum, zuständig für das volkskundliche und botanische
Erbe der Region. In den Sommermonaten werden Führungen angeboten.
Hier kann man das ganze Spektrum an Kräutergärten besuchen:
Gärten mit Gewürzpflanzen, eine Anlage mit heimischen
Küchenkräutern, einen Geruchsgarten und vor allem auch eine Sammlung
von Heilpflanzen der frühen Volksmedizin.

Kontaktadresse:
* Das Kloster von Salagon Musee-Conservatoire ethnologique de Haute
Provence Prieure de Salagon 04300 Mane Frankreich Tel. 00 33 (4 92) 75
70-50 Fax 00 33 (4 92) 75 70-58 _Aromatische Kräuterküche_ Das
hochgelobte Restaurant "Le Mas des Herbes Blanches" liegt mitten in der
"Garrigü", der typischen südfranzösischen Heidelandschaft.
Überall duftet es stark nach Kräutern. Nur ein paar Schritte
unterhalb des Restaurants sammelt Sternekoch Eric Sapet täglich wilde
Kräuter - die wichtigsten Zutaten für seine Küche. Wild wachsende
Kräuter haben ein sehr viel intensiveres Aroma als solche aus dem
Garten.

Kontaktadresse:
* Le Mas des Herbes Blanches (Restaurant) Küchenchef: Eric Sapet
Joucas 84220 Gordes Frankreich Tel. 00 33 (4 90) 05 79 79 Fax 00 33 (4
90) 05 71 96 E-Mail: herbes-blanches@avignon-et-provence.com
Rezepte:
Geschmorte Lammkoteletts auf neuen Kartoffeln und einem Bündel
Kräuter de la Garrigü Im Feigenblatt gebratene Dorade auf wildem
Fenchel
http://www.wdr.de/tv/service/kostprobe/inhalt/20040510/b_2.phtml



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