Schächätaler Paläntä-Chüächä (Uri)
| 400g Mais | ||
| 100g Mehl | ||
| Muskat | ||
| 250g Gedörrte Birnen | ||
| 300g Speck | ||
| 2l Salzwasser | ||
| 40g Butter | ||
| REF: | Rezepte aus dem alten Uri Aufs Feuer gesetzt von | |
| Emil Stadler und zu Tisch gebracht von Karl Iten | ||
| Band 2 Vermittelt von R.Gagnaux | ||
Zubereitung:
Ein altes Schächentaler Gericht.
Karl Iten: Frau Bissig aus Unterschächen ist eben dabei, einen Ürner
'Paläntä-Chüächä" zuzubereiten. Sie schneidet geräucherten Speck
in etwa zweieinhalb Zentimeter grosse Würfel. Auch Resten von
geräuchertem Schweinefleisch liessen sich auf diese Art ausgezeichnet
weiterverwenden, erklärt uns Frau Bissig. Dann viertelt sie
getrocknete Birnen und schneidet Kerne und Stiel weg.
Nun gibt sie den Mais und das Mehl mit wenig Muskat in eine Schüssel,
vermischt alles gut miteinander, übergiesst das Ganze mit dem
Salzwasser, gibt die Speckwürfel und die Birnenschnitze dazu und
rührt nochmals gut um.
Diese ganze Masse füllt Frau Bissig nun in eine gebutterte
Gratinplatte ein und schiebt sie in den mittelheissen Ofen, wo sie den
'Paläntä-Chüächä" anderthalb Stunden lang backen lässt. Kurz
bevor alles gar ist, gibt sie noch einige Butterflocken darüber.
Die braune Kruste, durch die das goldgelbe Innere überall appetitlich
durchschimmert, die rosig-weissen Speckstückchen und die dunklen,
süssen Birnenschnitze darin - all das sieht recht verführerisch aus
und schmeckt zusammen mit viel Urner Milchkaffee etwas grossväterlich,
jedoch ausgezeichnet!
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