Aperitif (Info)

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   von und mit Natalie Lumpp



Zubereitung:
Wenn Sie in einem hochdekorierten Restaurant speisen, kommt mit
Sicherheit zu Beginn die kategorische Frage: Wünschen Sie einen
Aperitif? Hoffentlich sind Sie mit Ihren Gedanken nicht gerade irgendwo
anders gewesen, beispielsweise bei Ihrer Begleitung, denn nun ist eine
spontane Antwort gefragt. Der Klassiker unter den Aperitifs ist ein
Glas Sekt, Champagner oder Sherry.

_Sekt und Champagner_ Sekt oder Champagner haben den Vorteil, dass sie
durch die Kohlensäure schneller ins Blut gelangen. Das bewirkt zum
Einen grösseren Appetit und zum Anderen eine beschwingte Stimmung.

Seit Ende der achtziger Jahren warten kleine Winzer mit hervorragenden
Winzersekten auf. Die deutschen Sekte sind dabei meist nach ihren
Rebsorten benannt. So haben Sie die Wahl, sich einen spritzigen und
säurebetonten (regt die Magensäfte an) Rieslingsekt auszusuchen oder
einen Nobling, eine Spezialität aus dem Markgräflerland oder etwa
einen Elbling, eine Spezialität von der Mosel. Die Liste lässt sich
beliebig fortsetzen, und ich bin sicher, dass für jeden Geschmack
etwas dabei ist.

Zur Champagnerherstellung hingegen sind nur drei Rebsorten zugelassen:
Chardonnay, Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier
(Müllerrebe). Die Kunst besteht nun im Vermählen der Weine, sodass
ein Markenprodukt wie zum Beispiel Möt & Chandon, Brut Imperial jedes
Jahr gleichbleibend im Geschmack ist. Wird der Champagner nur aus
Chardonnaytrauben hergestellt, spricht man von einem Blanc de Blancs.
Letztgenannter wirkt meist noch feiner und eleganter und wird nur in
besonders guten Jahrgängen hergestellt.

_Sherry_ Sherry gehört meiner Meinung nach auch zu den Klassikern. Es
gibt ihn in der Geschmacksrichtung dry = trocken, medium = halbtrocken
oder cream = süss. Der andalusische Wein liegt je nach
Geschmacksrichtung zwischen 15- 19 % Vol. Alkoholgehalt. Wer sich für
Sherrys begeistert, der sollte sich für Spielarten wie Manzanilla,
Amontillado, Paolo Cortado oder Oloroso interessieren.
Sie merken schon, es gibt wunderbare und auch sehr hochwertige Sherrys!
_Portwein_ Im Winter finde ich ein Gläschen Portwein ideal. Bis
heute hat sich die Herstellung der Portweine nicht verändert und man
spricht deshalb von aufgespriteten Weinen - ebenso wie beim Sherry und
Madeira. Die Gärung wird vorzeitig durch Brandy unterbrochen, sodass
der Zucker noch nicht vollständig zu Alkohol vergoren ist.
Durch diese Prozedur behält der Portwein seinen fruchtigen und süssen
Geschmack. Normalerweise liegt sein Alkoholgehalt bei circa 20
Volumenprozent. Eine Besonderheit des Portweines ist seine
Vielfältigkeit. Es gibt: White Port, Ruby, Tawny, Colheita Port, Late-
Bottled und Vintage Port.

_Und viele andere..._ Eine andere Möglichkeit wäre es, sich für
einen Bitter zu entscheiden, das kann ein Vermouth, Campari oder auch
ein Cynar (aus Artischocken gewonnen) sein. Wie der Name schon sagt,
haben sie einen bitteren Grundgeschmack. Letztere lassen sich gut
kombinieren, wenn Sie eine kleine Ecke einer Zitrone oder Orange
dazugeben, beziehungsweise mit Soda oder Orangensaft auffüllen.

Pastis ist der Oberbegriff für anishaltige, alkoholische Aperitifs,
die ihren Geschmack durch Mazeration von Kräutern und Gewürzen
erhalten. Der klare oder gelbe Likör verfärbt sich durch Beigabe von
Eiswasser in ein milchiges Weiss.

Für etwas ganz aussergewöhnliches halte ich einen Aperitif-Essig.
Sie haben richtig gehört: Essig pur getrunken! Dazu muss er
allerdings sehr mild sein, und er lässt sich wirklich nur
tröpfchenweise geniessen. Berühmt für ihre aussergewöhnlichen
Qualitäten ist hierfür der Doktorenhof in Venningen in der Pfalz.
Die dort angebotenen Essige werden ausnahmslos aus eigenen Trauben
hergestellt und in Holzfässern in einem sehr beeindruckenden Keller
gereift. "Wer die Wahl hat, hat die Qual" - das kann Ihnen bei dem
reichhaltigem Sortiment ohne weiteres passieren. Schliesslich müssen
Sie sich entscheiden, ob Sie beispielsweise einen Feigenessig, "Tränen
der Kleopatra" oder "Sisi Veilchenblueten" bevorzugen. Übrigens ist
ein Ausflug dorthin wirklich lohnend. Es wird für Sie ein
unvergessliches Erlebnis bleiben!
http://www.swr.de/kaffee-oder-tee/tipps-tricks/wein/2003/08/07/index
.html



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