Kartoffelklöße, Thüringer

  1kg Kartoffeln mehlige o. alte
   oder
  500g rohe Kartoffelmasse
  1tb Kartoffelstärke
  0.75l Wasser
  2ts Salz
   Essig
  1 altback. Brötchen, gewürfelt
   Butter



Zubereitung:
Für die Klösse verwendet man am besten mehlig kochende, alte!
Kartoffeln. In manchen Regionen gibt es auch bereits geriebene,
ausgepresste Kartoffelmasse tiefgefroren im Supermarkt. Spart vieeeel
Arbeit und schmeckt fast genauso gut.
Ansonsten die geschälten Kartoffeln in Wasser mit einem Spritzer Essig
reiben, nicht zuviel auf einmal in einem festen Stoffbeutel oder -tuch
kräftig auspressen - eine Windel geht kaputt, wenn man es richtig
macht. Das ist Arbeit für Männer mit grossen kräftigen Händen! Hat
man keine solchen zur Verfügung eignen sich dafür auch sehr gut
"Saftzentrifugen", die Kartoffeln werden dabei in einem Arbeitsgang
gerieben und ausgepresst. Der jetzt recht trockenen Masse 2 Teelöffel
Salz und 1 Esslöffel Stärkemehl zugeben. Man kann auch das
Auspresswasser auffangen und die sich nach kurzer Zeit am Boden
absetzende Stärke verwenden. Bei der fertigen Tk-Kartoffelmasse ist
diese Zugabe nicht nötig.
Die Masse unter kräftigem Rühren (eher Schlagen) mit einem grossen
Quirl mit dem kochenden Wasser (nicht alles Wasser auf einmal)
überbrühen. Aus dem festen Brei ca. 8 Klösse formen, in deren Mitte
2-3 der vorher in reichlicher Menge hergestellten in Butter gerösteten
Semmelwürfel (Reste sind für den Koch!) geben und in genügend
(Klösse sollten nicht übereinander liegen) fast kochendem Salzwasser
ziehen lassen. Nicht Kochen!! Den Topf ab und zu rütteln um ein
"anbacken" der Klösse am Topfboden zu verhindern. Die Klösse kommen
nach einiger Zeit an die Oberfläche geschwommen - jetzt sind sie
eigentlich gut. Sicherheitshalber sollte man noch 5 Minuten warten oder
einen Probekloss herausholen und öffnen: Riecht und schmeckt es in der
Mitte nicht mehr nach roher Kartoffel sind die Klösse gut.
Variante:
Viele verwenden statt heissem Wasser zum Brühen auch dünnen, heissen
Kartoffelbrei, die Klösse werden dann feiner, ich persönlich mag
jedoch lieber die etwas "gröbere" Struktur meiner Variante.

Tip:
Man schneidet die Klösse nicht sondern "reisst" sie mit Messer und
Gabel auseinander. Passt sehr gut zu jeder Art von Braten.
Übriggebliebene Klösse lassen sich sehr gut kleingeschnitten mit ein
wenig Fett in der Pfanne goldbraun braten... Hmmmmmm! Guten Appetit!
wünscht Christian Schulz



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