Bärlauch - Fuchsbandwurm

   Bärlauch
 
REF:  UZ, 10.04.2004 Dr. med. Marco Rossi
   Leitender Arzt Infektio- logie,Kantonspital Luzern
   Vermittelt von R.Gagnaux



Zubereitung:
Wie gefährlich ist der Fuchsbandwurm? :> Jahr für Jahr pflücke ich
aus dem nahen Wald : den würzigen Bärlauch. Jetzt hat mir eine
Kollegin :> davon abgeraten. Es sei gefährlich wegen des
:> Fuchsbandwurms. Nun bin ich verunsichert. Wie
:> gefährlich ist der Fuchsbandwurmn überhaupt?

Dr. med. Marco Rossi, Leitender Arzt Infektiologie, Kantonsspital
Luzern:
Der Fuchsbandwurm (auch Echinococcus multilocularis) lebt im Darm des
Fuchses, aber auch von Hunden und Katzen. Die Eier werden mit dem Kot
ausgeschieden und verteilen sich dadurch auch über das ganze Fell.

Zwischenwirte Als so genannte Zwischenwirte können Mäuse und Ratten,
selten aber auch Menschen durch Larven der Echinokocken angesteckt
werden. Die Larvenform befällt in den Nagetieren oder eben im Menschen
vor allem die Leber, aber auch andere innere Organe. Unbehandelt
führte diese Erkrankung früher oft zum Tode, allerdings erkrankten
viele Leute erst nach einer langen Latenzzeit von 5 bis 15 Jahren nach
Kontakt mit den Echinokocken. Dank besserer Früherfassung und Therapie
hat sich die Prognose heute wesentlich verbessert.

Wie kann man sich anstecken? Der Mensch kann sich durch direkten
Kontakt mit Füchsen anstecken, dies ist jedoch selten der Fall. Viel
öfter haben Menschen Kontakt mit Hunden und Katzen, durch Streicheln
des Felles können wir die Hände mit Eiern besiedeln. In der Folge
können diese Eier über den Mund in unseren Körper gelangen. Viel
seltener kommt es zu einer Infektion durch Bärlauch, Waldbeeren, Pilze
oder Freilandgemüse, welche mit Echinokocken-Eiern verunreinigt sind.

Gründlich waschen Vorbeugend müssen vor allem Hunde und Katzen,
welche Kontakt zu Mäusen und Ratten haben, regelmässig entwurmt
werden. Nach Kontakt mit Hunden und Katzen müssen wir Menschen uns die
Hände waschen.
Bärlauch, Beeren, Pilze oder Freilandgemüse sollen gründlich mit
kaltem Wasser gewaschen werden. Durch Trocknen gehen die
Echinokocken-Eier innerhalb von 2 bis 3 Tagen zu Grunde. Auch das
Erhitzen über 70 oC zerstört die Eier sofort. Gekochte Speisen sind
deshalb unbedenklich.

Jährlich acht bis zehn Personen Obwohl in der Schweiz, zum Beispiel
im Stadtgebiet von Zuerich, 47 Prozent der untersuchten Füchse durch
den Fuchsbandwurm befallen sind und im Naherholungsgebiet derselben
Stadt sogar 67 Prozent, erkranken in der Schweiz nur zirka 8 bis 10
Patienten pro Jahr an einem Fuchsbandwurm.

Es ist anzunehmen, dass nur ein geringer Teil der infizierten Menschen
auch am Fuchsbandwurm erkranken. Häufig heilt eine Infektion
wahrscheinlich folgenlos aus.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Liebhaber von Bärlauch
die nun begonnene Saison in vollen Zügen geniessen können, sofern sie
die gepflückten Blätter ausgiebig waschen oder für gekochte Speisen
verwenden.



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