Cassßvafisch mit Ateke

  4 Adlerfische v. ca. 250-300 g
  7 Tomaten
  2 Salatgurken
  4sm Zwiebeln
  2 Knoblauchzehen
  500g Ateke
   Mehl
   Zitrone
   Erdnussöl
  1 Chilischote ("Pili-Pili")
   Salz
   Pfeffer



Zubereitung:
Dieses Rezept stammt aus Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste
Cassßvafisch - was ist das? Der Cassßvafisch stammt von der
afrikanischen Westküste - sein lateinischer Gattungsname lautet
pseudotolithus (spp.). Es ist ein Fisch mit wenig Gräten und festem
Fleisch - ähnlich dem Wolfsbarsch oder auch Knurrhahn. Im Handel
erhältlich ist er vor allem in Afroshops unter der Bezeichnung
"Redfish" - es ist aber kein Rotbarsch, wie man annehmen könnte
sondern ein Adlerfisch. Den gibt es auch in rot, daher die Bezeichung.
Im Englischen heisst er auch "cassava croaker" (engl.: croaker - dt.:
Adlerfisch) - wahrscheinlich weil er in Ländern wie der
Elfenbeinküste fast immer mit der landestypischen Beilage Cassßva
gegessen wird.

Cassßva - die Kartoffel der Tropen Die Cassßvapflanze gehört zur
Familie der Wolfsmilchgewächse und stammt ursprünglich aus
Südamerika. Portugiesische Kolonisatoren brachten Sie im 16. und 17.
Jahrhundert nach Afrika und Asien.
Bekannt ist sie vor allem unter ihrer französischen Bezeichnung
Maniok. Ihre braunen, armdicken Wurzeln sind reich an Kohlenhydraten,
während die Blätter vor allem Proteine enthalten.
Im rohen Zustand ist die Cassßvapflanze ungeniessbar: sie enthält den
Wirkstoff Linamarin, der Blausäure freisetzt. Das ist der natürliche
Schutz der Pflanze gegen Parasiten - um Cassava verzehren zu können,
muss der Wirkstoff Linamarin entzogen werden.

Ateke - fermentierter Cassßvaschrot Damit die Cassßvawurzel geniessbar
wird, verarbeitet man sie an der Elfenbeinküste typischerweise zu
Ateke. Dazu wird der Maniok gemahlen und einen Tag lang fermentiert.
Dann wird der überschüssige Saft ausgepresst und der Maniokschrot
schliesslich getrocknet. Das Endprodukt ähnelt farblich Bulgur oder
Couscous - im Geschmack ist es aber neutraler. In Deutschland ist es in
Afroshops vor allem als Tiefkühlware erhältlich. Wer frische
Maniokwurzeln verwenden möchte, sollte diese schälen und in kleine
Streifen geschnitten für ca. 20 Minuten in Salzwasser kochen. Dann
sind sie sofort servierfertig oder können - wie Kartoffeln - frittiert
oder zu Brei verarbeit werden.

Den Fisch braten:
Den Fisch waschen und ausnehmen, mit einem Löffel die Schuppen
entfernen. Darauf den Fisch mit Salz einreiben und in Mehl wenden.
Eine Pfanne mit Erdnussöl erhitzen und den Fisch auf grosser Flamme 5
- 10 Minuten braten, bis er von beiden Seiten braun ist. Ein gutes
Indiz: Wenn der Fisch nicht mehr im Öl zischt, ist der Fisch
durchgebraten - das sollte nach 10 Minuten der Fall sein. Wer keinen
gebratenen Fisch mag, kann ihn auch im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad
für ca. 25 Minuten garen Den Ateke dämpfen: In der Zwischenzeit den
Ateke in einem Sieb dämpfen. am einfachsten geht das, indem sie einen
Topf zu etwa # mit Wasser füllen und das Wasser zum Kochen bringen.
Das Sieb so in den Topf hängen, dass der Ateke keinen direkten Kontakt
zum Wasser hat. Den Deckel auflegen und den Ateke ca. 20 Minuten im
Wasserdampf garen.

Die pikante Sauce zubereiten:
Für die scharfe Tomatensauce drei Tomaten waschen, das Innere samt den
Kernen entfernen und in kleine Würfel schneiden. Zwei Knoblauchzehen
klein hacken und mit den Tomaten in einem Topf mit Erdnussöl erhitzen.
Nach Geschmack Chili dazugeben. mit Salz und Pfeffer würzen und bei
kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Sauce eingekocht ist.

Schliesslich Tomaten, Gurken und Zwiebeln in kleine Würfel schneiden,
den Fisch damit belegen und mit Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken.
mit Ateke und Sauce warm servieren.

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