Champignon-Brotsuppe it Ingwer

  0.5l Hühnerbrühe
  250g Champignons
   Würziges Schwarzbrot mit Rinde (3-4 Scheiben)
  1 Entrindete Schwarzbrots
  3 Schalotten
  2tb Butter
  2tb Sauerrahm
   Olivenöl
  2 Knoblauchzehen
  1 Muskatnussgroßes Stück Ingwer
   Salz, Pfeffer, Muskat, Kümmelpulver



Zubereitung:
O-Ton Siebeck:

Hier ist eine neue Version der guten, alten Brotsuppe. Sie stammt von
Helmar Dumbs, einem Studenten aus Wien. Und so bereitet Her Dumbs
daraus seine Suppe: Schalotten schälen, fein hacken, Knoblauch
schälen, Ingwer schälen und putzen, Champignons putzen und vierteln,
Brot klein schneiden und in der Hühnerbrühe einweichen. Schalotten in
der erhitzten Butter anschwitzen, Knoblauc und Ingwer mit der
Knoblauchpresse einpressen, Champignons (bis auf 2 Stück) zugeben und
1 Minute mitbraten. Brot mit Brühe aufgiessen und etwa 8 Minuten
köcheln lassen. Währenddessen entrindetes Schwarzbrot würfeln und in
wenig Olivenöl anrösten. Top vom Herd nehmen, Sauerrahm zugeben, mit
Stabmixer pürieren und mit den Gewürzen abschmecken. Einige Tropfen
Olivenöl in den Teller geben, Suppe eingiessen, Schwarzbrotwürfel
darüber streuen und mit einem Trüffelhobel die 2 restlichen
Champignons darübr hobeln. Um mit dem letzten Detail anzufangen: Es
muss kein Trüffelhobel sein. Ein ganz normaler Hobel geht auch.
Vielleicht ist mein kleiner, japanischer Hobel nicht ganz normal, aber
ihn benutze ich gern für alle Gelegenheiten, wo ein Gemüse oder snst
etwas sehr fein gehobelt werden muss, weil er gut in der Hand liegt und
sehr scharf ist. Eine Überlegung wert ist auch das erwähnte "würzige
Schwarzbrot mit Rinde". Was die einen Schwarzbrot nennen, ist für
andere Graubrot, und würzig kann es schmcken, wenn es mit Anis,
Fenchel und dergleichen aromatisiert wurde, aber auch reiner Sauerteig
darf das Attribut würzig für sich beanspruchen. Sich auf einen
allgemein gültigen Brotgeschmack zu einigen ist fast unmöglich. Da
hat jeder seine Vorlieben. n diesem Fall scheint mir allein wichtig,
dass es kein frisches Brot sein darf. Schliesslich hat Herr Dumbs für
die Ingwerbeigabe eine individuelle Methode gefunden, indem er die
goldene Wurzel durch die Knoblauchpresse treibt. Zu diesem Problem
("Wie ommt der Ingwer ans Essen?") habe ich allein einen Koffer voller
Briefe erhalten. ZEIT- Leser sind sehr erfinderisch, wenn es um solche
Dinge geht. Einer schlug vor, Ingwer mit einem Schusterhammer zu Brei
zu schlagen, andere machten mich auf speziell Ingwerreiben aus Holz,
Porzellan und Eisen aufmerksam, die sie bei Asienreisen gefunden haben.
Ich bevorzuge nach wie vor das scharfe Kochmesser zum Zerhacken in
winzige Würfel, da ich es mag, wenn ich beim Essen auf ein Stückchen
Ingwer beisse. Aber uch das ist Geschmackssache.



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